Langer Massivbau GmbH & Co. KG

Das Baukindergeld kommt*

Updates zum Baukindergeld werden jeweils am Ende des Artikels hinzugefügt

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen wurde unter anderem über die Förderung von Wohneigentum und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums diskutiert

 

Bezahlbarer Wohnraum in deutschen Großstädten und in Ballungszentren ist seit Jahren knapp. Die Mieten steigen rasant, Eigentumswohnungen und Häuser in Toplagen werden zu Rekordpreisen verkauft. Daher ist Wohnpolitik eine der zentralen Punkte auf der Agenda jeder Regierung. In den Koalitionsgesprächen zwischen Union und SPD zur Regierungsbildung haben die Parteien nun die Einführung eines Baukindergelds sowie eine verschärfte Mietpreisbremse beschlossen.

Mit der Bau-Förderung soll Eigentum für junge Familien bezahlbar sein. Geplant ist ein Baukindergeld von jährlich 1.200 Euro je Kind, das zehn Jahre gezahlt wird. Zusätzlich gibt es pro Kind einen Freibetrag von 15.000 Euro. Förderberechtigt sind Familien mit einem Jahreseinkommen bis 75.000 Euro. Die Förderung soll rückwirkend bis zum Juli 2017 gelten.

Um die teilweise hohen Grundstückskosten in Ballungsgebieten erschwinglich zu machen, wird das Angebot ausgebaut: Städte sollen vergünstigte Grundstücke aus dem Bestand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bekommen und brachliegende Grundstücke zu Bauland werden.

Dies ist für Familien eine gute Nachricht, denn Wohnraum ist knapp und teuer. Je mehr Kinder in einer Familie leben, umso mehr Platz wird gebraucht. Aufgrund der weiterhin niedrigen Zinsen können Bauherren derzeit zu mietähnlichen Preisen ein Eigenheim finanzieren. s der Förderung zu kommen.

Längst überfällige Reform

 

Jedoch ist das Baukindergeld noch nicht in trockenen Tüchern. Die Parteien haben vorerst ihre Absicht bekundet für den Fall, dass es zu einer großen Koalition von CDU, CSU und SPD kommt. Dies ist jedoch nicht der erste Beschluss, um mit Subventionen Wohnraum zu fördern.

Die große Koalition hatte die Bauförderung für Familien schon einmal 2016 beschlossen, jedoch nicht umgesetzt. In der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik gab es das Baukindergeld zuletzt zwischen 1996 bis 2005 als Teil der Eigenheimzulage. Jetzt müssen Bauherren erst das finale Gesetz abwarten, um in den Genuss der Förderung zu kommen.

Baukindergeld ist ein Schritt in die richtige Richtung

 

„In jedem Fall ist die Förderung von Eigentum eine sinnvolle, längst überfällige Maßnahme, um Entspannung in den hart umkämpften Wohnraummarkt zu bringen. Durch die Einschränkung jedoch auf junge Familien werden viele Bürger nicht berücksichtig wie etwa kinderlose Paare oder Paare, die altersgerecht bauen wollen“, sagt Sandra Langer, geschäftsführende Inhaberin der Langer Massivbau GmbH & Co.KG .

Auf der anderen Seite drohen Maßnahmen, die beispielsweise die Baukosten für ein Eigenheim weiter in die Höhe treiben, wie eine weitere Verschärfung der Energieeinsparverordnung und die Reform der Grundsteuer. Hinzu kommen die hohen Grunderwerbsteuersätze der Länder, die Bauherren zusätzlich belasten.

„Der Ansatz des Baukindergeldes und der weiteren Fördermaßnahmen, zum Beispiel für die Entstehung bezahlbarer Grundstücke, ist richtig. Aber diese nützen nichts, wenn an anderen Stellen die Belastungen steigen und damit die Fördermaßnahmen verpuffen“, kritisiert Langer.

Zuletzt im November 2017 hatte Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus die Politik aufgefordert, sich der angespannten Wohnraumsituation und der geringen Eigentumsquote in Deutschland anzunehmen. „Die neue Bundesregierung sollte die Schaffung von Wohneigentum nachhaltig fördern. Denn einen besseren Schutz vor künftig steigenden Mieten und Altersarmut gibt es nicht", meint Langer.

UPDATE 08.05.18: Das Baukindergeld soll bis zum Sommer umgesetzt werden und rückwirkend ab Januar 2018 ausgezahlt werden.

 

Das von der großen Koalition geplante Baukindergeld für Familien soll rückwirkend ab 1. Januar 2018 gelten. Das sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zu Beginn einer Klausurtagung der Fraktionsspitzen von Union und SPD auf der Zugspitze. "12.000 Euro pro Kind gibt es in zehn Jahren an staatlicher Förderung für den Erwerb von Eigenheimimmobilien", sagte Dobrindt im Beisein von Unionsfraktionschef Volker Kauder und SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles (SPD). Das Baukindergeld ist eine Maßnahme der großen Koalition, die den gestiegenen Immobilienpreisen Rechnung tragen soll. Noch vor der Sommerpause soll ein entsprechendes Gesetz beschlossen werden.

 

Übersicht über die geplante Förderungshöhe: 

Anzahl                  pro Jahr                    10 Jahre

Kind                   1.200 €                       12.000 €

2 Kinder                2.400 €                       24.000 €

3 Kinder                3.600 €                       36.000 €

Es zählen nur die Kinder, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch keine 18 Jahre alt sind.

 


Fünf Voraussetzungen für die geplante Förderung sind bisher bekannt:

1.) Es muss das erste gemeinsame Wohneigentum der Familie sein.

2.) Die Förderung gilt bei Neubau oder Kauf einer Immobilie in Deutschland.

3.) Die Eltern beziehen Kindergeld oder erhalten einen Kinderfreibetrag.

4.) Die Kinder leben mit den Eltern im neuen Eigenheim.

5.) Das Jahreseinkommen darf 75.000 Euro plus einem Freibetrag je Kind nicht überschreiten.

UPDATE 24.06.2018 Es soll eine Quadratmeterbeschränkung eingeführt werden

Das Baukindergeld soll bis zum Sommer umgesetzt werden und rückwirkend ab Januar 2018 ausgezahlt werden.

Laut "Spiegel" haben sich Finanzminister Olaf Scholz und Innenminister Horst Seehofer auf einen Kompromiss beim Baukindergeld geeinigt: Damit das Projekt nicht zu teuer wird, sollen weniger Familien Geld erhalten.

Aus einer überarbeiteten Regierungsvorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages geht hervor, das das Baukindergeld für eine vierköpfige Familie nur bis zu einer Obergrenze von 120 Quadratmetern Wohnfläche gezahlt werden soll. Pro weiterem Kind soll die Fördergrenze um zehn Quadratmeter wachsen.

Entschieden ist noch nichts, wir halten Sie auf dem Laufenden. 

UPDATE 27.06.2018 Die Quadratmeterbeschränkung scheint wieder vom Tisch zu sein

Während des Koalitionsgipfels am 26.6.2018 gelang nach Angaben von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) eine Einigung.  Im "ARD-Morgenmagazin" vom 27.06.2018 sagte er,  es solle bei dem Kaufzuschuss für Familien nun keine Begrenzung auf 120 Quadratmeter mehr geben.

Es bleibt also spannend. Wir freuen uns darauf, Ihnen hoffentlich bald eine endgültige Entscheidung über das Baukindergeld mitteilen zu können.

Update 28.06.2018 Die Koalition hat sich auf die Rahmenbedingungen geeinigt

Die große Koalition hat sich  beim Baukindergeld nun verständigt. Nachfolgende Eckpunkte wurden vereinbart:

  • Es gibt keine Quadratmeterbegrenzungen.
  • Es gibt nur Baukindergeld wenn der Antrag bis Ende 2020 gestellt wird (hier ist noch nicht klar, was passiert wenn die von der Koalition eingeplanten 1,6 Milliarden Euro vorher aufgebraucht sind).
  • Die bekannten Einkommensgrenzen bleiben bestehen.
  • Das Baukindergeld wird für Neubauten aber auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien bezahlt.
  • Die bekannten Förderungshöhen bleiben bestehen.
  • Die Kinder müssen unter 18 Jahren sein.
  • Geld erhält schon, wer ab dem 01.Januar eingezogen ist. (Bei Neubauten ist der Bauantrag ausschlaggebend).
  • Nach dem Einzug muss eine Meldebescheinigung vorgelegt werden.

Der Bundesbauminister (Horst Seehofer CSU) muss die genauen Regeln noch in einer Verordnung festlegen. Hier soll unter anderem Missbrauch ausgeschlossen werden, z.B. wenn Eltern ihren Kindern ein Haus verkaufen.

Es ist noch offen, ob bereits ab August Anträge gestellt werden können. Zuständig wird voraussichtlich die Staatsbank KfW sein.

Das Vorhaben "Baukindergeld" wird nun auf den parlamentarischen Weg geschickt. Erst nach Verabschiedung im Bundestag werden die Förderungsbedingungen rechtssicher sein.

Was im Falle eines Scheiterns der großen Koalition (CDU/CSU und SPD) vor Abschluss entsprechender parlamentarischer Beschlüsse passieren würde, ist unklar.

 

 

 

Update 11.09.2018

Bis zum heutigen Tage kann das Baukindergeld noch nicht beantragt werden. Die Rahmenbedingungen stehen noch nicht. 

Wahrscheinlich ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zuständig. Sie hat bereits eine Seite zum Baukindergeld geschaltet und stimmt sich mit dem zuständigen Ministerium ab. 

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Internetseite der KfW.

Update 18.09.2018 Das Baukindergeld kann beantragt werden

Nach Angaben der KFW kann das Baukindergeld ab 18.09.2018 beantragt werden.

Hier finden Sie einen Vorabcheck ob Sie die Voraus­setzungen für die Förderung erfüllen.

Hier gelangen Sie zur Online Beantragung des Baukindergeldes.

 

Ihren Antrag auf Baukinder­geld stellen Sie nicht im Vorfeld, sondern erst nachdem Sie eingezogen sind. Bitte beachten Sie die Angaben auf der Internetseite der KFW. Diese finden Sie hier.

* Alle Angaben auf dieser Seite wurden sorgfältig recherchiert. Bitte haben sie Verständnis, dass wir dennoch keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernehmen können.