Langer Massivbau GmbH & Co. KG

21.12.15 09:38 Uhr Alter: 3 Jahr(e)

Town & Country-Verbrauchertipp

Eigenheim: So fördern Städte und Gemeinde Bauherrenfamilien

Der Erwerb von Wohneigentum, insbesondere der Bau eines Eigenheims, wird nach wie vor spürbar gefördert. Wenn auch nicht so offensichtlich wie früher, als es noch die „Eigenheimzulage“ gab. Finanzielle Unterstützung kommt nicht nur von der staatlichen Förderbank KfW und den 16 Bundesländern, sondern oft auch von Städten und Gemeinden. Die Recherche im Rathaus, ob und in welchem Umfang eine Kommune beim Kauf des Grundstücks und Bau des Eigenheims hilft, lohnt fast immer.

Rund 11.300 Kommunen gibt es derzeit in Deutschland – Metropolen, mittelgroße und kleinere Städte sowie auch Dörfer. „In der Regel haben Kommunen großes Interesse an steigenden Einwohnerzahlen. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen“, erklärt Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus, Deutschlands führendem Massivhausanbieter. Denn je mehr Einwohner in einer Stadt oder Gemeinde leben, desto höher sind die Zuweisungen, die einer Kommune aus ihrem Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer zustehen.

Deshalb profitieren insbesondere Familien mit Kindern, die sich von außerhalb in einer Stadt oder Gemeinde ansiedeln und zu diesem Zweck ein Eigenheim bauen möchten. „So werden beispielsweise Grundstücke, die die Gemeinde nicht mehr benötigt, den künftigen Bauherren mit erheblichem Preisnachlass verkauft“, erklärt Jürgen Dawo. Nach seinen Erfahrungen kommt dies vor allem Familien mit Kindern, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zugute. Die Höhe des Preisnachlasses beim Grundstückskauf ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Auch abhängig davon, wie nachhaltig die Politik die Neuansiedelung von Bürgern forcieren möchte. Dies bedeutet, dass kinderreiche Familien oft einen besonders hohen Rabatt beim Grundstückskauf bekommen.

Tipp: Auch Familien, die in einer Stadt oder Gemeinde bereits als Mieter leben und der Unabhängigkeit und Lebensqualität zuliebe ein Eigenheim bauen möchten, werden häufig gefördert. Denn viele Kommunen bieten das „Einheimischen-Modell“. Hier greifen Städte und Gemeinden ihren Einwohnern beim Erwerb von Baugrundstücken dank deutlicher Preisnachlässe finanziell kräftig unter die Arme. Dadurch sollen der „Grundstücksausverkauf“ an Ortsfremde vermieden und die Zuwanderung reguliert werden. Die Vergabekriterien und die Höhe der auch „Bürgermeisterrabatt“ genannten Förderung variieren abhängig von den politischen Zielen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Meist punkten vor allem kinderreiche Familien sowie Bürger, die sich ehrenamtlich beispielsweise in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Zum Ausgleich müssen sich die Bauherren und Nutznießer des „Bürgermeisterrabatts“ während einer bestimmten Zeit, abhängig von der Höhe des Preisnachlasses, an das Wohneigentum vor Ort binden.

Überdies bieten Städte und Gemeinden neben der finanziellen Hilfe beim Kauf eines Grundstücks bisweilen auch weitere Förderungen für Bauherren. Im Programm ist etwa eine verringerte Abwassergebühr für Hauseigentümer, die einen Dachgarten anlegen. Anderenorts wird der Bau eines Passivhauses innerhalb der Ortsgrenzen mit einem Zuschuss von mehreren Tausend Euro gefördert. „Bauherrenfamilien, die ihr Traumhaus planen, sollten vor dem Grundstückskauf und erst recht vor dem Ersten Spatenstich in der Gemeindeverwaltung nachfragen, welche Fördermöglichkeiten es gibt“, rät Town & Country-Gründer Jürgen Dawo.

Extra-Tipp: Auch – insbesondere regionale – Energieversorger fördern den Bau von Eigenheimen. „Hier gilt das Motto ‚Belohnt wird, was die Natur schont‘“, sagt Jürgen Dawo. Geld gibt es beispielsweise für den Einsatz innovativer Technik – von der Wärmepumpe über Solar- und Erdwärmekollektoren bis zum eigenen Minikraftwerk im Keller, das Wärme und Strom produziert. Einige Landesenergieagenturen (www.energieagenturen.de) bieten auf ihren Internetseiten einen Überblick über die Förderlandschaft vor der eigenen Haustür.

Wichtig: Geld gibt es jedoch nur, wenn Bauherren die rechtlichen Vorgaben beachten. Grundregel: „Erst beantragen, dann loslegen“, erläutert Town & Country-Gründer Jürgen Dawo. Außerdem lohnt die Prüfung, ob unterschiedliche Förderprogramme miteinander kombiniert werden dürfen. Das funktioniert in der Regel, wenn kein sogenanntes Kumulierungsverbot besteht bzw. in den Förderbedingungen ausdrücklich auf die Kombinationsmöglichkeit hingewiesen wird.